Der KI zuliebe: Schulen bauen Kooperation aus

Die Walter-Mohr-Realschule Traunreut und das Chiemgau-Gymnasium Traunstein haben eine Kooperation ins Leben gerufen, um die Anwendung und das Verständnis von Künstlicher Intelligenz (KI) in Schulen zu fördern. Beide Einrichtungen tragen seit Beginn des Schuljahres den Titel „Profilschule für Informatik und Zukunftstechnologien“ (PIZ) und bilden den Kern eines neuen, offenen KI-Schulnetzwerks im Landkreis Traunstein, dem sich bereits das Hertzhaimer-Gymnasium Trostberg angeschlossen hat. Im Rahmen dieses Projekts, das vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus unterstützt wird, erarbeiten Linda Neuhofer-Rank und Sascha Rogowsky Konzepte, um KI praxisnah in den Unterricht zu integrieren.

Das Ziel der Initiative ist es, Schüler frühzeitig auf die Anforderungen der modernen Arbeitswelt vorzubereiten, indem sie lernen, wie Algorithmen funktionieren und welche Herausforderungen Tools wie ChatGPT mit sich bringen. KI soll dabei helfen, personalisierte Lernwege zu erstellen, das individuelle Lerntempo zu fördern und durch virtuelle Assistenten oder intelligente Plattformen den Lernalltag spannender zu gestalten.

Auch für Lehrkräfte bietet der Einsatz von KI erhebliche Vorteile. Systeme können bei der Unterrichtsvorbereitung unterstützen, Materialien vorschlagen oder Routineaufgaben wie die Korrektur von Tests und Hausaufgaben übernehmen. Durch die Analyse von Lerndaten erhalten Lehrer zudem wertvolle Einblicke in die Fortschritte ihrer Schüler, wodurch gezieltere Fördermaßnahmen möglich werden. Letztlich sollen diese Technologien die Lehrkräfte entlasten und mehr Freiraum für die individuelle pädagogische Arbeit und kreative Unterrichtsmethoden schaffen.

03-07-2024